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Rassistische Mikro-Aggressionen in der Arbeitswelt und im Privaten

„Wo kommst du eigentlich her? Nein, ich mein ursprünglich?“

Es gibt eine Vielzahl alltagsrassistischer Erfahrungen, die als rassistische Mikro-Aggressionen bezeichnet werden können und die Menschen of Color und Schwarze Menschen bei der Arbeit und im Alltag erleben. Allen gemeinsam ist, dass es sich um die Erfahrung handelt, dort Ausgrenzung zu erfahren, wo wir sie oft nicht vermuten und deshalb nicht immer darauf vorbereitet sind: Nämlich im alltäglichen Umgang mit anderen Menschen. Mikro-aggressives Verhalten kommt häufig als Kompliment getarnt daher, wird nicht in böswilliger Absicht geäußert und überschreitet die Schwelle offener rassistischer Beleidigungen nur selten. Aufgrund der Unterschwelligkeit ist es für Betroffene häufig schwierig, einen Umgang mit dem Erlebten zu finden. Eine Thematisierung ist oftmals kräfteraubend und führt selten zu einem Umdenken bei der verursachenden Person. Viel häufiger erfahren Betroffene Unverständnis und bekommen zu hören, sie seien zu sensibel oder hätten etwas missverstanden. Aus diesem Grund bleiben Mikroaggressionen häufig unbeantwortet und die Betroffenen verletzt zurück. Schwarze Menschen und Menschen of Color müssen daher im Alltag Strategien und Umgangsweisen erlernen, die sie vor rassistischen Mikro-Aggressionen schützen.

Weiße Menschen hingegen sollten sich bewusst darüber werden, wann sie sich mikro-aggressiv verhalten. Dazu ist es wichtig zu verstehen, was Mikro-Aggressionen sind und warum sie Menschen verletzen.

In unserer Veranstaltung geht es deshalb darum, Mikroaggressionen einerseits als solche zu benennen und andererseits darüber ins Gespräch zu kommen, wie rassistische Mikro-Aggressionen erlebt werden und welchen Umgang Betroffene mit ihnen finden können.

12.12.2018, 19 – 21 Uhr, Lagerhaus Bremen, Schildstraße 12-19, 3. Etage

Barrieren zum Ort: Die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer_innen wird von der Stadt Bremen als weitgehend nutzbar beschrieben. Der Veranstaltungsraum ist mit einem Aufzug zu erreichen. Weitere detaillierte Informationen finden sich unter http://www.bremen.de/barrierefrei

Sprache: Das Podiumsgespräch wird in Deutsch geführt werden. Bei Übersetzungsbedarf melden Sie sich bitte im Vorfeld bei uns.

Die Veranstaltung wird organisiert von ADA – Antidiskriminierung in der Arbeitswelt unter Trägerschaft von Arbeit und Leben e.V.

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