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„Die syrische Vielfalt“

Das Bremer „FUNUN Festival“ geht in die dritte Runde

„Wir möchten ein Zeichen setzen für ein fruchtbares interkulturelles und interreligiöses Zusammenleben“, sagt Jasmina Heritani, die Vorsitzende des Syrischen Exil-Kulturvereins (SEKu) in Bremen. „Die religiöse und ethnische Vielfalt war immer ein besonderer Reichtum der syrischen Gesellschaft.“ Unter dem Motto „Die syrische Vielfalt“ gibt es im Rahmen der dritten Ausgabe dieses bundesweit einmaligen Festivals der Künste – denn nichts anderes heißt „funun“ auf Deutsch – viel zu entdecken. Lesungen, Konzerte, Ausstellungen, Workshops, Vorträge und Diskussionen finden vom 17.–24. August unter der Schirmherrschaft Bürgermeister Carsten Sielings statt.
Drei Konzerte, die unterschiedlicher kaum sein könnten, bilden die Grundpfeiler: Der charismatische, international bekannte Sänger und Instrumentalist Ibrahim Keivo gibt am 18. August im Lichthaus Einblicke in die Tradition klassischer arabischer Musik. Unter dem Titel „The Voice of ancient Syria“ interpretieren er und seine beiden Musiker-Kollegen Lieder von Liebe und Tod.
Zum zweiten Konzert, in der Rembertikirche, lädt das Kammerorchester um Sousan Eskandar zu einer Reise zwischen westlicher Klassik und orientalischer Musik ein. Ein Cello- und ein Oud-Konzert des syrischen Komponisten Nouri Iskandar stehen auf dem Programm. Im Anschluss erläutert der Musikwissenschaftler Maher Farkouh die musikalischen Einflüsse der beiden gehörten Konzerte.
Im Sendesaal schließlich findet am 24. August das Abschlusskonzert des „FUNUN Festival” mit den Instrumentalisten und Derwisch-Tänzern des Broukar-Ensembles statt. Hier dreht sich alles um die andalusische Poesie Muwashshah des 10. Jahrhunderts.
Ein weiteres Highlight ist der Bilder-Vortrag „Syrien – ein Land ohne Krieg“ des Islamwissenschaftlers und Fotojournalisten Lutz Jäkel am 21. August im Wallsaal. Rund 200 ausdruckstarke Bilder zeigen Land und Leute in den Jahren vor Ausbruch des Krieges. Eindrucksvoll dokumentieren sie den Alltag bis 2011, zeigen, wie man in Syrien einkauft, arbeitet, lacht, betet, diskutiert und feiert.
Wissenschaftlichen Input zum Thema liefert der Vortrag „Syrien, Vielfalt, Tradition und Moderne“ von Prof. Dr. Alexander Flores am 22. August im Haus der Wissenschaften.

Das komplette Programm unter: http://seku-deutschland.de/

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